Zeigerpflanzen


Als Zeigerpflanzen (Indikatorpflanzen) werden Pflanzenarten bezeichnet, die nur mit einer geringen Bandbreite von Standorteigenschaften klarkommen. Durch ihr Auftreten lassen sich Aussagen über den Wasserhaushalt, die Nährstoffversorgung sowie die Bodenversauerung machen. Die meist krautigen Pflanzen weisen eine geringe Toleranz gegenüber Veränderungen ihrer Lebensbedingungen auf und kommen somit nur an spezifischen Standorten vor. Nicht jede Art dient jedoch als Zeigerpflanze, da manche Pflanzen auch mit einer großen Bandbreite von Standorteigenschaften klarkommen und man somit keine Aussagen über den Standort machen kann.
Wenn man also wissen möchte, wie gut der Waldboden an einem Standort ist und welche Baumarten dort wachsen können, kann man mit Hilfe der Zeigerpflanzen die Standortbedingungen einschätzen. Die besten Wachstumsvorraussetzungen bietet ein nährstoffreicher Boden, der feucht, aber nicht zu nass ist.

Beispiele für Zeigerpflanzen:
Brennnessel (wächst auf humusreichen Waldböden, ist ein Zeiger für stickstoffreichen Waldboden)
Waldmeister (frische, lockere, nährstoff- und basenreiche Böden, Lehmböden) (s. Bild)
Heidelbeere (artenarmer, bodensauer, nährstoff- und basenarmer Boden)
Binsen (nasse, nährstoffreiche, meist kalkarme, mäßig saure Lehm- oder Torfböden)
 
Quellen:
https://www.forestbook.info/zeigerpflanzen/
https://www.wald-prinz.de/waldboden-was-zeigerpflanzen-uber-die-bodengute-aussagen/710
https://www.wbv-nd-sob.de/index.php/component/k2/item/39-waldboden-was-zeigerpflanzen-ueber-den-waldboden-aussagen
https://www.forst-rast.de/Bilder/Zeigerpflanzen/Galiumodoratum.jpg